Besuch bei Mutter und Tochter

February 27, 2019

Besuch bei Mutter und Tochter - Brief visit to mother and daughter (english report see underneath the photos)

A polar bear is a polar bear. That also means a polar bear is no cuddly toy. But if you visit these two beings, then this fact can ever be briefly forgotten. But one after anonther.After I accompanied the polar bear cub to his first veterinary examination, this week was the "mother-daughter appointment". Accompanied by two zookeepers, I visited Tonja's birthing den again. She sure heard us when we were up the road to her, and she sure knew early that someone was there who would not come on a normal day. While the two zookeepers were already at the birthing den, I was still standing at the half-opened door and, as on the last visit, pulled on overshoes, rubber gloves and specially provided clothing - all to protect the little polar bear. So while I was getting ready in front of the door, I could already see Tonja through the door gap ... and she could see me. She watched me very attentively. I directly took the chance of her attention and talked calmly with her while I "dressed" myself. When I entered the building and stepped carefully in front of her birthing den, one could feel that Tonja, even if she did not look directly at me, had me permanently on the radar. The little polar bear, on the other hand, was completely relaxed and happily excited about the morning visit of the two keepers and "the other one". So while the keepers prepared the food for the two polar bears, I had some time to gain Tonja's confidence. The birthing den and Tonja's refuge is of course secured by bars - that is, for good photos, I had to get very close. And "very close" would only work with Tonja's kind permission. But ... it was amazingly fast. After two signals from her part, who is the boss in the hood and the signal on my side that I accept that absolutely, Tonja left me very close to the birthing den. It might sound "humanized", but you could well get the feeling that she was presenting her offspring with the pride of a mother of the camera.

And what else is there to report about the appointment? The little polar bear is simply cheery, fidel and happy about life. And Tonja I observed as a very caring mother. While in big cats (as the litter is usually more numerous), the mother can not always keep an eye on all four, five or six, Tonja always kept an eye on her offspring. If the little cub did not follow her mother, Tonja immediately turned around and looked after her. In general, I could feel a very peaceful, relaxed, contented and loving atmosphere with them.

Tonja und ihr EisbärchenTonja und ihr EisbärchenTonja and her cub.



Tonja und ihr EisbärchenTonja und ihr EisbärchenTonja and her cub.
 

Eisbären mit ihrer prekären Situation im natürlichen Lebensraum sind in unserer Zeit ein Sinnbild unseres falschen Weges im Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten. Dieser Weg bedroht den Lebensraum des Eisbären drastisch und unseren eigenen.

Wie der Zoo Berlin, so unterstütze auch ich die Organisation "Polar Bears International" - https://polarbearsinternational.org/.  

These days polar bears with their precarious situation in their natural habitat are a symbol of our wrong way in dealing with the resources of our planet. This path drastically threatens the habitat of the polar bear and our own.

Like the Berlin Zoo, I also support the organization "Polar Bears International" - https://polarbearsinternational.org/.  


Tonja und ihr EisbärchenTonja und ihr EisbärchenTonja and her cub.


Tonja und ihr EisbärchenTonja und ihr EisbärchenTonja and her cub.  

Ein Eisbär ist ein Eisbär. Das heißt auch, ein Eisbär ist kein Kuscheltier. Aber wenn man diese beiden Wesen besucht, dann kann diese Tatsache schon mal kurz in Vergessenheit geraten. Aber der Reihe nach.

Nachdem ich den Eisbären Nachwuchs zu seiner ersten tierärztlichen Untersuchung begleitet habe, stand nun diese Woche der "Mutter-Tochter-Termin" an. Begleitet von zwei Tierpflegerinnen ging ich wieder zu Tonja's Wurfhöhle. Ganz sicher hat sie uns gehört, als wir den Weg hinauf zu ihr waren und ganz sicher hat sie schon früh mitbekommen, dass da jemand dabei war, der sonst nicht kommt. Während die beiden Tierpflegerinnen schon bei der Wurfhöhle waren, stand ich noch an der halb geöffneten Tür und zog mir, wie schon beim letzten Besuch, Überschuhe, Gummihandschuhe und extra bereitgestellte Kleidung über - das alles zum Schutz des kleinen Eisbären. Während ich mich also vor der Tür bereit machte, konnte ich Tonja bereits durch den Türspalt sehen ... und sie konnte mich sehen. Sie beobachtete mich sehr aufmerksam. Ich nutze direkt ihre Aufmerksamkeit und redete  ruhig mit ihr während ich mich "ankleidete". Als ich dann das Gebäude betrat und vorsichtig vor ihre Wurfhöhle trat konnte man spüren, dass mich Tonja, auch wenn sie mich nicht direkt anschaute, ständig auf dem Radar hatte. Das kleine Eisbärchen hingegen war komplett entspannt und freudig aufgeregt über den morgendlichen Besuch der beiden Tierpflegerinnen und "des anderen". Während also die Tierpflegerinnen das Essen für die beiden Eisbären vorbereiteten, hatte ich ein wenig Zeit, um Tonja's Vertrauen zu gewinnen. Die Wurfhöhle und Tonja's Refugium ist natürlich durch Gitterstäbe gesichert - das heißt, für gute Fotos musste ich sehr nahe ran, denn ich konnte nur mit der Kamera direkt an der Sicherung die Fotos machen. Und "sehr nahe ran" ging natürlich nur, wenn Tonja das akzeptieren würde. Aber... es ging erstaunlich schnell. Nach zweimaligem Signal ihrerseits, wer hier das Sagen hat und dem Signal meinerseits, dass ich das absolut akzeptiere, ließ mich Tonja ganz nahe an die Wurfbox. Es klingt vielleicht "vermenschlicht", aber man konnte durchaus das Gefühl gewinnen, dass sie ihren Nachwuchs dann doch mit dem Stolz einer Mutter der Kamera präsentierte. 

Und was gibt es noch von dem Termin zu berichten? Das kleine Eisbärchen ist einfach putzmunter, fidel und freut sich des Lebens. Und Tonja habe ich als eine äußerst fürsorgliche Mutter beobachten können. Während bei Großkatzen (da ist der Wurf in der Regel ja zahlreicher) die Mutter nicht immer alle vier, fünf oder sechs im Auge behalten kann und schon mal gelassen "Fünfe grade sein lässt", hat Tonja ihren Nachwuchs nicht aus den Augen gelassen. Wenn die Kleine mal nicht sofort der Mutter gefolgt ist, hat sich Tonja sofort umgedreht und nach ihr geschaut. Überhaupt konnte ich bei den beiden eine sehr friedliche, gelassene, zufriedene und liebevolle Atmosphäre fühlen. 

 


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